Homöopathie: Bilder und Verse

"Selbstverständlich"

Bezauberndste Stephanie, darf ich sie fragen
euch den Schutz und mein Herz heut‘ anzutragen?
Eine Pfütze, habt Vorsicht, mein Fräulein, so fein,
haltet inne, ich werf‘ meinen Helm gleich hinein.

So kommet ihr trockenen Fußes hinüber,
schwebt unbeschmutzt gleich einem Engel darüber.
Denn drüben am Wege da wartet mein Pferd,
auf Euch und den Ritter mit Rüstung und Schwert.

Solch‘ Anmut verziert Euer glitzernd Gesicht,
ist`s das Mondlicht, was seine Strahlen drin‘ bricht?
Ja, während des Gehens im Schutze der Nacht
habt Ihr in mir heftige Gluten entfacht.

Geliebte, mein Herz, oh verzeihen Sie mir,
in meinen Augen war funkelnde Gier.
Doch niemals, ich bitte sie, glauben Sie mir, erlaubte ich ihr,
der schlimmen Gier, sich auszutoben gleich einem wilden Tier.

Nein, solche Momente gestatte ich nicht.
Der Anstand ist`s, den ich schätze, an sich.
Wir Edlen wissen uns zu benehmen.
Und jene. die dies nicht tun, sollten sich schämen.

Da sind wir denn schon, oh holde Maid.
Zu schnell ist beim Reiten vergangen die Zeit.
Erlauben Sie mir, zu träumen von sich?
Mit Würde! Dafür verbürge ich mich.

Denn ein Ritter von edlem Blute wie ich
hält sein Wort, immer und ewiglich.
Es wäre Euch einen Gedanken wert, ja?
Dem lieben Gott sei Dank und Staphisagria!

Kati Kohlmann, 12.07.2017

Mit Recht und Bescheidenheit

Nun, eigentlich rede ich kaum über mich,
doch heute schrieb‘ ich mir dieses Gedicht.
Mit wenigen, einfachsten Worten nur,
erkläre ich nun meine eigne Natur.

Ich habe Recht, dies steht außer Frage,
doch manche Menschen haben die Gabe
und stell’n sich gern dar, vorm Oberhaupt,
als wären sie ihres Wertes beraubt.

Sie alle benehmen sich fragwürdig,
als seien sie irgendwie zuständig,
als trügen sie größte Verantwortung,
als gebühr‘ ihnen höchste Danksagung.

Doch sieht man hinter die Kulissen,
so wird man dies und das vermissen.
Hierüber öffentlich zu schreiben
ließe sich sicher, die Geister scheiden.

Es ist kompliziert was ich sagen will,
in meinem würdig, gehobenen Stil.
Doch, wer`s nicht versteht, dem vergebe ich,
denn kaum einer ist so erleuchtet wie ich.

Wie ich das mache, wollt ihr wissen?
Bin nicht nur klug, sondern auch gerissen.
Die Tür des Verstandes sperrangelweit offen,
das Tor des Herzens fest verschlossen.

Da staunt ihr, und manch einer schaut nicht schlecht,
denn was ich sage ist mehr als Gesetz.
Diskutiert mit mir gern bis zum letzten Gefecht.
Doch wisset stets eins: Lycopodium hat RECHT!

Kati Kohlmann, 13.07.2017

Bärlapp

Dein Antlitz so liebevoll-weise,
ein Schleier weht zärtlich im Wind
Weisheit ein Ziel deiner Reise,
ward von Liebe und Weitblick bestimmt.

Die Reise barg manche Erfahrung
und eine davon war die Wut.
Sie sprengte unendliche Planung,
die dir stahl alle Herzensglut.

Der Rahmen war sicher, beklemmend,
Vorstellungen zwängten dich ein.
Gefühle tief innen verbergend,
kontrolliert in die Enge hinein.

Der Verstand war alles was zählte,
Vertrauen war nicht mehr dabei.
Nur der Zorn, der ab und zu quälte,
bäumte auf mit gepresstem Schrei.

In Reihen und Gliedern gebändigt,
hallt der Ruf des heiligen Baums.
Gib dich hin und erfahre beständig,
wie es fließt durch lebendigen Raum.

Tanze liebend heraus aus den Mauern,
atme durch und sieh dich ganz um.
Fließe hin, lass Dich ein, vertrauend,
liebe frei und lebe den Sturm.

Bis er sich dann wieder gelegt hat
und dein Schleier im Wind fröhlich weht.
Bis dein Herz den Verstand umarmt hat,
bis die Liebe die Weisheit versteht.

Kati Kohlmann, 11.03.2019

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